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Weihnachtszeit im Museum Schloss Glauchau

Weihnachtsausstellung „Die Welt im Kleinen“ – Spielzeug aus zwei Jahrhunderten 

Die Weihnachtsausstellung ist ab dem 27. November 2021 bis 30. Januar 2022, immer Mittwoch bis Sonntag sowie an den Feiertagen, von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Eine Welt im Miniaturformat erwartet Sie in der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Schloss Glauchau. Die Ausstellung “Die Welt im Kleinen” wartet mit liebevoll gestalteten Puppenstuben, Kaufmannsläden, Spielzeugküchen und weiterem Spielzeug aus zwei Jahrhunderten auf. Da Kinder schon immer die Welt ihrer Eltern spielerisch nachempfunden haben, sind die ausgestellten Stücke Zeitzeugen vergangener Epochen. Puppenhäuser dokumentieren durch ihren Aufbau und ihre Ausstattung die Wohn- und Lebenswelt, sie sind Spiegelbild von Gesellschaft und Leben vergangener Tage.

Die Geschichte der Puppenstube geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das älteste bekannte Puppenhaus wurde 1558 für Herzog Albrecht V. von Bayern gebaut – allerdings nicht als Spielzeug, sondern als kleines Kunstwerk und Schaustück. Im 17. und 18. Jahrhundert griffen reiche Patrizierfamilien in Nürnberg und Augsburg diese Idee auf und ließen sich ihre Häuser in Kleinformat nachbauen, um ihren Reichtum zu repräsentieren.
Erst im frühen 19. Jahrhundert begann man dem kindlichen Gemüt Rechnung zu tragen, indem man dem Kind Raum zum Spielen gewährte. Das Spielzeug wurde als eines der wichtigsten Erziehungsmittel entdeckt. Das Spiel sollte zur Bewältigung von Lebenssituationen dienen, zum Nachahmen und Einüben von Alltäglichem. Die Beschäftigung mit dem Spielzeug machte das Kind mit den Pflichten vertraut, die es im Erwachsenenalter erwarten. Der Pädagoge und Schöpfer des modernen Kindergartens – Friedrich Fröbel – schrieb: “Durch das Spiel wird die Welt entdeckt und erobert.“ Durch diese Erkenntnis nahm die Herstellung von Spielzeug einen großen Aufschwung. Überall auf den Märkten wurde nun Spielzeug angeboten.

Zu dieser Zeit kam auch der Kaufladen auf, mit dem Geschwister zusammen spielen und Handeln und Kaufen spielerisch erlernen. Mittlerweile wurden Puppenstuben industriell hergestellt, in ärmeren Familien entstanden sie jedoch in einfacher Form in Handarbeit. Dabei war es früher in Deutschland üblich, die Puppenstube zur Bescherung an Heiligabend aufzubauen und sie nach Weihnachten zum Dreikönigstag wieder einzupacken und auf dem Dachboden zu verstauen, sodass lediglich kurze Zeit damit gespielt werden konnte, was einen besonderen Reiz ausmachte.

Um 1830 kam in Deutschland das Blechspielzeug auf. Davon zeugen in der Ausstellung die mechanischen Jahrmarktobjekte wie Karussell und Riesenrad usw.

Heutzutage darf man Puppenhäuser nicht nur bestaunen, sondern auch damit spielen, die Möbel hin- und herräumen und die Puppenfamilie darin leben lassen. In der diesjährigen Weihnachtsausstellung gibt es ein großes Puppenhaus und eine Feuerwehrstation, mit denen nach Herzenslust gespielt werden darf.

Das Museum bleibt am 24. und 31. Dezember 2021 geschlossen.

Details

Beginn:
27. November 2021
Ende:
30. Januar
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Museum Schloss Glauchau
Museum Schloss Glauchau
Glauchau, Sachsen 08371 Deutschland